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Falkensteiner Höhle wird Geopoint

 Die Schwäbische Alb ist für ihren Höhlenreichtum berühmt. Man findet hier das größte Höhlenvorkommen Europas. Eine der bekanntesten schwäbischen Höhlen, die Falkensteiner Höhle bei Grabenstetten, wurde Geopoint im UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb. Geopoints sind wichtige Komponenten im Besucherlenkungskonzept des Geoparks.

Markus Möller (Erster Landesbeamter Alb-Donau-Kreis und Geopark-Vorsitzender): „Die Falkensteiner Höhle ist zweifellos einer der faszinierendsten Geopoints im UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb. Mit der Auszeichnung wollen wir aber auch das Wissen über die geologischen Phänomene in der Höhle vermitteln, das Verständnis der Besucher schärfen und den respektvollen Umgang mit diesem Geotop in den Blickpunkt rücken“.

Geologie der Höhle verstehen lernen

Im einzigartigen Karstgebirge der Schwäbischen Alb sind im Laufe von Jahrmillionen tausende Höhlen durch Wirkung von Wasser entstanden. Im Höhlenkataster sind über 2800 Höhlen auf der Schwäbischen Alb erfasst. Höhlen sind nicht nur wertvolle Geotope, sondern auch Lebensraum seltener Tierarten, Klimaarchive und bedeutende archäologische und paläontologische Fundstellen. Neben den zwölf Schauhöhlen gibt es viele Naturhöhlen, die im UNESCO Global Geopark entdeckt werden können. Die Falkensteiner Höhle ist eine solche „wilde Höhle“. Sie ist unbeleuchtet und erfordert beim Besuch umfassende Kenntnisse.

Mit einem mächtigen Höhlenportal und über 5.000 Metern Länge ist die Falkensteiner Höhle einer der längsten Höhlen der Schwäbischen Alb. Sie ist außerdem eine der seltenen, aktiven und begehbaren Wasserhöhlen. Wo die Faszination für den Besucher liegt, liegt auch die Gefahr: Es passiert immer wieder, dass Besucher in der Höhle eingeschlossen werden – wie zuletzt im Juli 2019 - und nur durch aufwendig Rettungsmaßnahmen geborgen werden können. Auf der zweisprachigen Geopoint-Tafel kurz vor der Höhle finden sich entsprechende Erklärungen und Warnhinweise und auch ein QR-Code, der auf die Geopark-Website verlinkt.

Schauhöhlen im Geopark

Schauhöhlen geben der breiten Bevölkerung die Möglichkeit, Höhlen zu begehen. Dort gibt es präparierte Wege und eine installierte Beleuchtung. Informationstafeln oder angeschlossene Museen sowie die Begleitung durch Höhlenführer vermitteln das „Erlebnis Höhle“. Im Kreis Reutlingen gibt es fünf Schauhöhlen: Die Bärenhöhle, Nebelhöhle, Wimsener Höhle (Friedrichshöhle) und Olgahöhle.

Foto (vl):
Dr. Siegfried Roth (Geschäftsführer Geopark), Roland Deh (Bürgermeister Grabenstetten), Hans-Jürgen Stede (ELB Landkreis Reutlingen), Markus Möller (ELB Alb-Donau-Kreis und Vorsitzender Geopark)