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Ein Stein mit einer spannenden Geschichte

Nach der Geopoint-Einweihung am 7. Juli 2020 wußte jeder der Anwesenden, darunter Vertreter von Presse, TV und Hörfunk, was ein Erratischer Block ist und dass dieser weitgereiste Findling eine spannende Geschichte auf Lager hat. Er ist ein Botschafter aus der Vergangenheit und erzählt viel über die Landschaftsbildung der Schwäbischen Alb (siehe auch folgende Pressemitteilung und die geologische Fachinformation).

Christoph Heneka (stellvertretender Geopark-Vorsitzender und Dezernent im Zollernalbkreis) überreichte die Geopoint-Urkunden und das Geopoint-Schild: "Oft wird Geologie als langweilig wahrgenommen. Sie ist aber sehr spannend, wenn sie gut aufbereitet ist wie hier. Das ist Aufgabe des Geoparks".

Das sich in der Riss-Kaltzeit ausbreitende Eis hat den Felsbrocken in den Alpen umschlossen und den ganzen weiten Weg bis in die Gegend um Sigmaringen gebracht. Als sich der Rheingletscher wieder zurückzog und das Eis schmolz, hat er ihn behutsam abgelegt. Seit über 300.000 Jahren liegt der Findling nun schon dort und zeigt heute noch an, wie weit sich das Eisschild des Rheingletschers bis auf die Schwäbische Alb erstreckt hat.

"Ich bin schon oft hier vorbeigejoggt oder -geradelt, ohne den Stein zu beachten", erzählte Dr. Marcus Ehm (Bürgermeister der Stadt Sigmaringen), "jetzt kann ich diesen Ort wertschätzen." Er sagte zu, dass die Stadt Sigmaringen den Ort touristisch bewerben werde. Auch Wolfgang Querner (Ortsvorsteher Laiz) bedankte sich für die Auszeichnung: "Wir sind stolz, dass es auf der ganzen Schwäbischen Alb nur hier so einen Block gibt".

Stefanie Bürkle (Landrätin Sigmaringen) freute sich über den zweiten Geopoint im Landkreis Sigmaringen und bemerkte: "Ohne dramatische klimatische Veränderungen, wäre der Stein nicht hier. Das sollte uns daran erinnern, sorgsam mit dem Klima umzugehen".

Das Geopoint-Schild wurde von Claus Bayer (Vertreter des Schwäbischen Albvereins) an Ort und Stelle angeschraubt und ergänzt nun das schon seit vielen Jahren bestehende Albverein-Schild. Willi Rössler (ebenfalls Albverein) würdigte die Zusammenarbeit in einer kleinen Ansprache.

-> Hier der Link zum Bericht bei Regio-TV