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Schwefelquellen Bad Sebastiansweiler

Die Anwendung des heilkräftigen Schwefelwassers von Bad Sebastiansweiler hat eine lange Tradition, die vermutlich bis ins Mittelalter zurückreicht. Der Wirkstoff stammt aus der über 180 Millionen Jahre alten Posidonienschiefer-Formation.

Am nordwestlichen Rand der Schwäbischen Alb bilden die jüngeren Juraschichten die schroffen Felsabhänge der Albtraufs, an dessen Fuße Bad Sebastiansweiler liegt. Hier sind ältere Gesteinsschichten des Unteren Juras angeschnitten. Der Posidonienschiefer liegt wenige Meter unter der Oberfläche. 

Zur Zeit seiner Entstehung war am Meeresboden kaum Sauerstoff vorhanden, deshalb konnte keine Verwesung durch Bakterien stattfinden. Diese Sedimente enthalten deswegen noch viel organisches Material und das Mineral Pyrit („Katzengold“), was der Grund für die dunkle Farbe des „Schwarzen Juras“ ist.

Wenn Pyrit mit sauerstoffhaltigem Grundwasser in Kontakt kommt, entstehen wasserlösliche Schwefelverbindungen. Sie reichern sich im Wasser an und sind die Ursache für den typischen leicht bitteren Geschmack und die wohltuende Wirkung. Der charakteristische Geruch wird durch Schwefelwasserstoff verursacht, der durch die Einwirkung von Bakterien entsteht.

  Die Schwefelquellen
  sind seit 2022
  als Geopoint ausgezeichnet

 

 

 

Die Schwefelquellen befinden sich nicht auf dem Gelände der Kurklinik sondern rund 500 m Fußweg entfernt an der Sebastiansweiler Straße.