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Ursprung des Weißen Kochers

In mehreren Quellen entspringt am Nordrand der Schwäbischen Alb, bei Unterkochen, der sogenannte Weiße Kocher. Das tief eingeschnittene Flusstal mit seinem besonderen Mikroklima ist nicht nur ein landschaftliches Kleinod und schutzwürdiges Geotop, sondern auch Heimat einer ganz besonderen und zum Teil seltenen Tier- und Pflanzenwelt.
Am Ortsrand von Unterkochen vereinigt sich der Weiße Kocher und der aus Oberkochen kommende Schwarze Kocher zum Kocher, dem wasserreichsten Nebenfluss des Neckars. In ihn mündet der Kocher schließlich nach 168 km bei Bad Friedrichshall. Das Wasser stammt aus einem etwa 9 km2 großen Gebiet, das oberhalb des Tales im Härtsfeld liegt. Die Schüttung der Quellen schwankt, je nach Jahreszeit und Regen sehr stark (zwischen 100 -3000 l/s). Im Jahresdurchschnitt fließen ca. 420 l/s ab.

Erosion im Zeitraffer
Nach ausgiebigen Regenfällen sprudeln die Quellen stark. Boden und Gestein werden so aus dem Berg gerissen und abtransportiert. Diese extreme Erosion führt zu einer ständigen Veränderung des Tals. Am Hang kommt es zu Rutschungen und zum Absturz teilweise sehr großer Felsbrocken. Bäume mit Sichelwuchs und der eindrucksvolle Kollmann Stein dokumentieren dies. Innerhalb einer geologisch gesehen kurzen Zeit schneidet sich der Fluss so immer tiefer in die Albtafel und in Richtung seiner Quelle ein (rückschreitende Erosion).

Übrigens: Der Name Weißer Kocher kommt vom weißen Aufschäumen des munter dahinfließenden Wassers an kleinen Hindernissen.


  der Ursprung des Weißen Kochers
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