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Vulkanschlot Aichelberg

Der weithin sichtbare „Vulkanschlot Aichelberg“ im Landkreis Göppingen zeugt von der Aktivität des „Schwäbischen Vulkans“ in der Tertiärzeit vor rund 11-17 Millionen Jahren (im Abschnitt des Miozän). Die Gemeinde und sogar ein Autobahnabschnitt tragen seinen Namen.

Bei seiner Entstehung durchschlug vulkanisches Material in einer Eruptionsröhre das Juragestein von unten. Dabei wurden Trümmer älterer Gesteine mit nach oben gebracht, die sich mit dem grauen vulkanischen Material mischten. Sie sind heute als verschiedenfarbige kantige Stücke zu erkennen. Das so entstandene Gestein nennt man Basalttuff.

Im Miozän vor 11-17 Mio Jahren lag die Landoberfläche noch 250 m höher als heute. Das wenig resistente Umgebungsgestein wurde nach und nach abgetragen und legte die härteren Basalttuff-Gesteine des Tuffschlotes im Untergrund frei, die nun als Erhebung wahrgenommen werden.

Eine Besonderheit am Aichelberg ist, dass hier noch eine sogenannte „Sinkscholle“, ein über 100 x 200 m großes Stück Kalkstein erhalten blieb, das von oben in den Vulkanschlot gerutscht ist. An mehreren Stellen sind die Gesteine sichtbar und lassen so einen dreidimensionalen Eindruck des Schlotes entstehen. Am Geopoint im Steinbruch sind die graubraunen Tuffgesteine mit den hellen, aber nun dunkel verwitterten Jurakalkbrocken deutlich zu erkennen.

 

  Der Vulkanschlot-Aufschluss
  mit Sinkscholle am
  Aichelberg
  ist
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