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Wimsener Höhle

Eine der Hauptattraktionen im Geopark ist die Friedrichshöhle, besser bekannt unter dem Namen Wimsener Höhle. Im idyllischen Glastal gelegen, ist sie seit Jahrzehnten ein beliebter Ausflugsort. Ein Besuch hinterlässt nicht nur bei Kindern einen bleibenden Eindruck. Ihren Namen erhielt die Höhle zu Ehren von Kurfürst Friedrich I. von Württemberg, der sie im Jahr 1803 besuchte. Sie gehört zum Besitz des Schlosses Ehrenfels.

Die Höhle kann gleich zwei Superlativen für sich beanspruchen: mit 60 m ist sie die tiefste erforschte Wasserhöhle Deutschlands und die einzige Schauhöhle Deutschlands, die von Besuchern mit dem Boot befahren werden kann.  Nach  ca. 70 m versperrt die bis zum Wasserspiegel reichende Höhlendecke die Weiterfahrt. Die bekannte vermessene Gesamtlänge beträgt jedoch 1.260  m.

Wie bei den meisten Karsthöhlen schwankt die Schüttung der Quelle sehr stark. Die Niederschläge des über 100 km² großen Einzugsgebietes sickern durch die Ritzen und Spalten des stark verkarsteten Kalksteins der Albtafel und treten hier als Quelle der Zwiefalter Ach aus den oberen Massenkalken des Oberjura wieder an die Oberfläche. Bei extremer Trockenheit können das nur 60 liter pro Sekunde sein, wohingegen bei längeren Regenperioden oder bei Schneeschmelze bis zu 2800 liter pro Sekunde möglich sind. Im Durchschnitt fließen 600 Liter/Sekunde ab.

Die Wasser- und Lufttemperatur in der Wimsener Höhle beträgt übrigens das ganze Jahr über 7-8°C, die Temperatur in Höhlen spiegelt immer die Jahresdurchschnittstemperatur der Umgebung wider.

Das Alter der Höhle wird auf eine Million Jahre geschätzt.

   Die Friedrichshöhle
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