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Zeigerpflanzen-Exkursion mit dem Biosphärenreservat

Geologie und Biologie sind fest miteinander verwoben. Und sie erzählen viel über das Gestein, auf dem sie gedeihen. Das lernten die neun Teilnehmer*innen der zweiten botanischen Exkursion zum Thema „Zeigerpflanzen" am 18. Juni 2021. Sie wurde vom Biosphärengebiet und dem Geopark Schwäbische Alb gemeinsam durchgeführt.

Gesteine sind das Ausgangsmaterial für die Bodenbildung. Und je nach Gestein entstehen verschiedene Bodentypen. Auf der Alb ist die sogenannte Rendzina sehr verbreitet. Sie entsteht aus der Verwitterung von Kalkstein. Zusammen mit weiteren Standortfaktoren wie Temperatur, Wasser- und die Lichtverhältnissen entstehen verschiedene Lebensbedingungen, an die besondere Pflanzen angepasst sind. Sie können als sogenannte Zeigerpflanzen genutzt werden. Königskerzen mögen kalkigen Boden, Brennnesseln und Schöllkraut zeigen hohe Stickstoffwerte an und im schattigen Steinbruch und weisen z.B. Beinwell und Barbarakraut auf hohe Feuchtigkeitswerte hin.

Iris Bohnacker (Diplom-Geologin vom Geopark) und Susanne Volzer (Biosphärenbotschafterin) leiteten die Exkursion, die über die Rametshalde direkt am Biosphärenzentrum in Münsingen bis nach Böttingen führte. Viele der für die Schwäbischen Alb so typischen Lebensräume wurden in Augenschein genommen wie z.B. Wald, Wacholderheiden, Blockhalden, aufgelassene historische Steinbrüche oder Trockentäler.