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Zwei neue Geopark-Schulen auf der Schwaebischen Alb

Am 23. September 2020 wurden in Blaubeuren zwei Geopark-Schulen eingeweiht. Dazu fand in der Evangelischen Stadtkirche in Blaubeuren eine Einweihungsveranstaltung im kleinen Rahmen statt. Mit dem Joachim-Hahn-Gymnasium in Blaubeuren und der Grundschule Kleiner Einstein in Blaustein-Arnegg zählen nun vier Schulen zum Netzwerk.

Aufgrund der Corona-Hygiene-Verordnungen konnten nicht wie geplant zwei Events mit den Schüler*innen an den jeweiligen Schulen stattfinden. Neben Geopark-Vertretern, Vertreter*innen der zwei Schulen und der Kommunen waren auch Michael Hägele (Fachreferent Geographie/Geologie im Regierungspräsidium Tübingen), Prof. Nicholas. J. Conard (Abteilung Ältere Urgeschichte und Quartärökologie der Uni Tübingen) und Dr. Stefanie Kölbl (Geschäftsführende Direktorin des URMU) anwesend. Die Feier wurde von Schüler*innen musikalisch umrahmt. Gabriele Dalferth (Musikpädagogin) spielte auf einer Knochenflöte.

Markus Möller (Geopark-Vorsitzender und Erster Landesbeamter Alb-Donau-Kreis) betonte in seiner Ansprache: „Bildung ist der Schlüssel zur Lösung der globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenverbrauch und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung." Er bezog sich auf das bekannte Zitat von Friedrich Schiller: „Der gebildete Mensch macht sich die Natur zum Freund" und sagte: "Das sind inhaltsreiche Worte. Wir müssen wieder lernen, auf die Natur zu hören." Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ist ein Hauptanliegen der UNESCO und eine der Säulen des Geoparks Schwäbische Alb. Als Partner für außerschulische Bildung will der Geopark die Bedeutung des einzigartigen Naturraums Schwäbische Alb in die Schulen tragen.

Michael Hägele sieht im Wissenstransfer über geologischen Themen großes Potential: „Geologie ist ein Schnittpunkt für sehr viele Themen, auch von aktuellen gesellschaftlichen Themen. Die Geologie kann als Linse für viele Lebensbereiche verwendet werden und junge Menschen mit einer wichtigen Systemkompetenz befähigen: nachhaltige Entscheidungen selbständig zu treffen."

„Diese Erde zu beschützen und wertzuschätzen ist unser Bildungsauftrag", führte auch Heidrun Fleischer (Schulleitung Joachim-Hahn-Gymnasium) aus. Martina Renner-Häckh (Schulleitung Grundschule Kleiner Einstein) unterstrich dies: „Schülerinnen und Schüler sollen sich fragen: Was passiert in unserer Umwelt und was passiert vor meiner Haustür? Das Beheimaten von Zusammenhängen ist uns wichtig."

Mittelfristig ist geplant ist, in allen zehn Landkreisen, die in der Gebietskulisse der Schwäbischen Alb liegen, jeweils bis zu fünf Partnerschulen zu finden. Für die Schulen bietet sich die Möglichkeit, ihr Profil zu schärfen, das Potential des internationalen Geopark-Netzwerks zu nutzen und den Unterricht erlebnisreicher zu gestalten – durch spannende Bildungsprojekte und Lernorte im „Grünen Klassenzimmer", wie beispielsweise Steinbrüche, Höhlen oder Geopoints.

Foto (von links):
Heidrun Fleischer, Michael Hägele, Martina Renner-Häckh, Markus Müller, Reiner Baur (Stellvertreter Bürgermeister Blaubeuren), Thomas Kayser (Bürgermeister Blaustein), Dr. Siegfried Roth (Geopark-Geschäftsführer)