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Zurück zu den Wurzeln – siebzehn Flöten und fünf Flötisten

 Vor 40.000 Jahren schufen Eiszeitkünstler in den Höhlen des Ach- und Lonetals, dem heutigen UNESCO-Weltkulturerbegebiet, geheimnisvolle Kunstwerke aus  Mammutelfenbein. Auch die ältesten Musikinstrumente wie z. B. Flöten aus Schwanenknochen haben wir ihrer Fingerfertigkeit zu verdanken.

 

Die Gemeinde Asselfingen, auf deren Gemarkung sich der Hohlenstein-Stadel im Lonetal befindet, der Lonetal Verein und der Verein Gallier aus Asselfingen sowie das Kulturamt Langenau haben dies zum Anlass genommen, um am „Geburtsort“ der Instrumente ein Konzert zu veranstalten. Zu hören ist dort am Sonntag, den 8. Juli um 18 Uhr, das Flötenensemble „Four or more Flutes“.

 

Der Hohlenstein-Stadel ist jeweils zu Fuß von der Ausflugsgaststätte Lindenau oder den Wanderparkplätzen bei der Bocksteinhöhle bzw. dem Archäopark Vogelherd erreichbar. Für Gäste, die weniger gut zu Fuß sind, fährt ab Lindenau eine Pferdkutsche. In der Höhle besteht keine Bestuhlung. Decken, Campingstühle oder ähnliches müssen selbst mitgebracht werden. Eintrittskarten zum Preis von 15 Euro bzw. 12 Euro (ermäßigt) sind nur am Veranstaltungstag vor Ort ab 16 Uhr erhältlich. Bei schlechter Witterung oder Regen entfällt das Konzert. Auskunft unter: 0151/40794566.

 

„Four or more Flutes“ - fünf Flötisten aus vier Ländern - Australien, Österreich, Deutschland und der Schweiz - bilden als reine Flötenbesetzung ein einzigartiges Ensemble. Vom Piccolo bis zu der über zwei Meter großen Kontrabassflöte sind alle Flötenarten vertreten.

 

Die Musiker von „Four or more Flutes“ spielen seit mittlerweile 20 Jahren in unveränderter Besetzung zusammen und haben dadurch eine musikalische Dichte und auf der Bühne ein Blindverständnis, das sehr wenige Gruppen erreicht haben.

 

Als wohl erstes reines Flötenensemble im Jazz hat „Four or more Flutes“ eine stilbildende  Rolle erlangt, an der sich ähnliche nachfolgende Besetzungen orientieren. Durch den Einsatz von tiefen Flöten (insbesondere der Kontrabassflöte) und die speziellen jazzigen Spieltechniken entsteht eine eigenständige Klangwelt, die man einer reinen (klassischen) Flötenbesetzung nicht zutrauen würde.

 

Alle Mitglieder komponieren für die Band, so dass ein breites Spektrum von groovigen bis zu meditativ-lyrischen Stücken das Publikum in Atem hält. In der doch manchmal bierernsten Welt des Jazz sorgen die fünf Musiker dafür, dass der Humor nicht zu kurz kommt, und ihre Show verspricht immer einige Überraschungen.