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Blautopf

 Der Blautopf – eine Karstquelle von unendlicher Schönheit. Seine einmalige Lage im felsigen Talkessel von Blaubeuren macht ihn zu einem der beliebtesten Ausflugsziele auf der Schwäbischen Alb. Als Nationales Geotop ausgezeichnet zieht der 21 m tiefe Quelltopf mit seiner blauen bis türkisgrünen Farbe immer wieder Menschen in seinen Bann.

Niederschlag versickert auf der Albhochfläche schnell im verkarsteten Untergrund aus Jura-Kalkstein, sammelt sich dann in Spalten und Höhlensystemen und tritt anderorts wieder als Karstquelle zutage. Der Blautopf ist eine der wenigen Quellen der Schwäbischen Alb, seine typische runder Form gab ihm die Bezeichnung „Topf“. Die Schüttung der Quelle variiert je nach Niederschlagsmenge der vorherigen Tage zwischen 300 l/s und 32,000 l/s. Bei starker Schüttung scheint das Wasser des Blautopfes zu "kochen", da das unter hohem Druck ausströmende Wasser die Oberfläche brodeln läßt. Die Quelle speist den Fluss Blau der bei Ulm in die Donau mündet. Das ganze Jahr über beträgt die Wassertemperatur 7°C.

Im Querschnitt hat die Quelle die Form eines Trichters, an dessen Grund sich eine Öffnung, die sogenannte "Düse" befindet. Sie ist der Eingang zu einem einzigartigen, mittlerweile über 13 km erforschten Höhlensystem, das nur Forschern zugänglich ist. Teile davon sind mit Wasser gefüllt, andere liegen trocken. Riesige Höhlenhallen wie der Mörikedom sind von atemberaubender Schönheit.

Und was hat es mit der Farbe auf sich?
Wasser erscheint ab einer gewissen Tiefe blau, da es die Eigenschaft besitzt, die blauen Anteile des Sonnenlichts zu streuen, die gelben und rote Anteile aber zu "verschlucken". Dieser Effekt wird am Blautopf noch verstärkt: Aufgrund der Klarheit des Wassers und seines hohen Kalkgehaltes wird das Licht millionenfach an kleinsten Kalkpartikeln gestreut, das lässt die Quelle leuchtend blau erscheinen.

Der Blautopf ist Geopoint seit 2019

 

 

 

 

 

 

 

 Mehr Informationen über das Blauhöhlensystem finden Sie hier