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Hungerbrunnental mit Hungerbrunnen

Das Hungerbrunnental befindet sich zwischen Heuchlingen und Heldenfingen. Der zugehörige Bach fließt jedoch nur sehr selten durch dieses Tal, seine Quelle ist meist nur durch eine unscheinbare mit Kalksteinen gefüllte Grube erkennbar. Doch mit viel Glück kann man im Frühjahr beobachten, wie die kleine Quelle zum Leben erwacht.
 
Hungerbrunnen sind ein charakteristisches Karstphänomen der Schwäbischen Alb. Die nur periodisch aktiven Quellen liegt ungefähr auf Höhe des Karstwasserspiegels. In niederschlagsreichen Jahren steigt dieser unterirdische Wasserstand und die Quelle beginnt zu schütten. Nach längerer Trockenheit versiegt sie wieder.
Liegt eine Quelle dauerhaft unterhalb des Karstwasserspiegels so schüttet sie kontinuierlich das ganze Jahr über, liegt sie dauerhaft über dem Karstwasserspiegel fällt sie trocken und nur die typischen Trockentäler wie z.B. das Wental zeugen noch von ihrer früheren Existenz. 
 
Der Name Hungerbrunnen weist auf einen alten Volksglauben hin: da die Quelle nur in Jahren mit sehr regenreichem Frühling Wasser förderte und diese oft im Zusammenhang mit Missernten standen, wurde das "Laufen des Hungerbrunnens" als Vorbote von Hunger und Kriegen gedeutet.
 
 Das letzte Mal floß die Quelle im Frühjahr 2018
 
  Der Hungerbrunnen
  ist Geopoint seit 2019