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Neidlinger Wasserfall

 Wasserfälle kommen auf der Schwäbischen Alb vor allem am Albtrauf vor. Weitere bekannte Beispiele dafür sind der Uracher Wasserfall und die Gütersteiner Wasserfälle. Der Neidlinger Wasserfall wird von den zwei Karstquellen der Lindach gespeist. Das Wasser des Flüsschens Lindach fließt über die Lenninger Lauter bei Wendlingen in den Neckar. Wie bei allen Karstquellen ist ihre Schüttung starken Schwankungen unterworfen. Bei starken Niederschlägen sprudeln die beiden Quellen kräftig. Nach längeren Trockenperioden sinkt der Karstwasserspiegel, und die Quellen versiegen, der Wasserfall ist dann nur noch ein Rinnsal.

Hier lässt sich ein besonderes Phänomen beobachten:
Am Neidlinger Wasserfall kann man dem porösen Gestein Kalktuff (Quelltuff) förmlich beim Wachsen zusehen. Im Bereich des Wasserfalls kommt es zu Kalkabscheidung aus den kalkgesättigten Quellwässern und so zur Bildung von Sinterüberzügen auf Moospolstern. Immer neue Lagen bilden sich und über Jahrtausende können so meterdicke Ablagerungen entstehen. Kalktuff ist ein charakteristischer Naturstein der Schwäbischen Alb und wurde in vielen historischen Gebäuden verbaut.
 
Geoptopschutz ist wichtig!
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Bitte vermeiden Sie es, den Bereich des Wasserfalles zu betreten. Moos-Kalktuffpolster wachsen kontinuierlich aber sehr langsam. Die filigranen Strukturen sind sehr verletzlich, beim Betreten werden sie zerstört und müssen sich über eine lange Zeit wieder regenerieren.
 
Infotafel
 
  Der Neidlinger Wasserfall
  ist Geopoint seit 2019