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Schwäbische Alb - ein UNESCO Global Geopark

Was ist ein Geopark?
Der Begriff Geopark ist ein Prädikat für Gebiete, die über ein besonders reichhaltiges geologisches Erbe verfügen. Geoparks sind noch eine relative junge Bewegung, die um die Jahrtausendwende entstand.

2002: Die Schwäbische Alb wurde zum Nationalen Geopark ernannt.
2004: Die Schwäbische Alb wurde als Europäischer und Globaler Geopark ausgezeichnet.
2015: Die Schwäbische Alb wurde als UNESCO Global Geopark ausgezeichnet - der einzige in Baden-Württemberg.

Und was ist ein UNESCO Global Geopark?
161 Landschaften weltweit dürfen dieses höchste Qualitätssiegel für Landschaften tragen, das von der UNESCO verliehen wird. Damit ist ein großes Potential, aber auch eine große Verantwortung verbunden.

UNESCO-Geoparks gibt es seit 2015. Seitdem haben die sechs UNESCO Global Geoparks in Deutschland große Fortschritte hin zu Modellregionen für nachhaltige Entwicklung erzielt. Ausgehend von der Erd- und Menschheitsgeschichte stellen sie sich mit ganzheitlichen Konzepten zu Bildung, Schutz und nachhaltiger Entwicklung den gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart. Dazu zählen Klimawandel und die Endlichkeit natürlicher (insbesondere geologischer) Ressourcen. Ihre Vorhaben und Projekte gestalten sie gemeinsam mit den Bewohnern ihrer Regionen und tauschen sich dazu im Rahmen ihrer internationalen Aktivitäten mit ihren Partnern in aller Welt aus. Damit stellen sie eine ideale Plattform für die Umsetzung der 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen dar. Eine Broschüre der Deutschen UNESCO Kommission verdeutlicht diese Ziele und Visionen eindrucksvoll.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) spielt hierbei eine Schlüsselrolle. Mit der Verabschiedung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda hat sich die Weltgemeinschaft dazu verpflichtet, bis 2030 eine hochwertige, inklusive und chancengerechte Bildung für Menschen weltweit und ein Leben lang sicherzustellen. Mehr Infos zu den 17 SDGs (Sustainable Development Goals) und die Agenda 2030 finden Sie hier.

UNESCO-Geoparks gestalten tragfähige Zukunftsoptionen in ihrer Region. Darüber hinaus verbindet sie über die regionalen Grenzen hinaus ein globales Netzwerk, zu dem auch der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb gehört.

Starkes Netzwerk - ein Überblick
In Europa gibt es 81 UNESCO Global Geoparks in 26 Ländern. Sie sind im Netzwerk EGN (European Geoparks Network) organisiert. Es feiert 2020 sein 20jähriges Bestehen. Weltweit gibt es 161 UNESCO Global Geoparks. Sie sind im Netzwerk GGN (Global Geoparks Network) organisiert.

In Deutschland gibt es zwei relevante Organisationen.
Forum der Globalen Geoparks:
Mitglieder sind die sechs UNESCO Global Geoparks. Es hat die Aufgabe, die Geoparkidee und die Geowissenschaften zu fördern, Empfehlungen bei der Nominierung neuer UNESCO Global Geoparks zu geben und diese bei der Erarbeitung von Konzepten zu unterstützen.
Arbeitsgemeinschaft deutscher Geoparks:
Sie ist die Interessensvertretung aller derzeit 16 Geoparks (nicht alle davon sind von der UNESCO ausgezeichnet). Das Prädikat „Nationaler Geopark“ wird von der Expertengruppe der GeoUnion der Alfred-Wegener Stiftung vergeben; rechtlich verankert ist die Arbeitsgruppe der Nationalen Geoparks (AdG) mit einer Geschäftsordnung in der Fachsektion Geotope und Geoparks der Deutschen Gesellschaft für Geologie - Geologische Vereinigung (DGGV) seit April 2016.