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Vulkankrater Höwenegg

HöweneggDer Vulkankrater Höwenegg bei Immendingen ist mit seinem geheimnisvollen Kratersee nicht nur ein Juwel unter den Naturwundern der Schwäbischen Alb, sondern auch als Naturschutzgebiet und Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere geschützt.

Anders als andere Vulkanrelikte und Maare auf der Alb  gehört der Höwenegg nicht zum „Schwäbischen Vulkan“ (Uracher Vulkangebiet), sondern ist noch Teil des südlich der Alb liegenden Hegauvulkanismus. Ursache für die vulkanische Aktivität ist die Lage des Gebietes im Kreuzungspunkt zweier tektonischer Störungszonen. Der gesamte Hegau ist als Nationaler Geotop ausgezeichnet.

Der Hauptkrater ist der größte von insgesamt sechs Ausbruchstellen, aus denen Basalt und Basalttuff gefördert wurde. Die feinkörnigen dunklen Basaltgesteine die im unteren Kraterbereich erkennbar sind, werden von bis zu 30 m mächtigen Basalttuffen überlagert. Seit Beginn des 20. Jhds. bis 1980 wurde hier Basalt abgebaut. Im ehemaligen Abbaubereich entstand der heute sichtbare See, der jedoch nicht identisch mit dem Kratersee aus der Tertiärzeit ist.

Ein Ausbruch fand vor 10 Mio Jahre im oberen Miozän (Tertiär) statt. Im Krater bildete sich ein See, der von zahlreichen Tieren besucht wurde. Fossilienfunde von dreizehigen Urpferden, Antilopen und Nashörnern belegen das damalig subtropische Klima. Im Seesediment wurden die Fossilien hervorragend konserviert. Die weltberühmten Funde können im Naturkundemuseum Karlsruhe und Stuttgart bewundert werden. Aber auch im Heimatmuseum Immendingen gibt es eine kleine aber sehenswerte Sammlung.

Achtung:
es ist es nicht möglich an die Wasserfläche des Kratersees zu gelangen. Der ehemalige Abbaubereich ist nicht sicher, immer wieder brechen Teile der Kraterwand ab und stürzen herab. Es besteht erhebliche Verletzungsgefahr. Deshalb ist der gesamte Kraterbereich durch einen Zaun geschützt. An der östlichen Seite eröffnet sich jedoch ein wunderbarer Blick.

  Der Höwenegg ist
  Geopoint seit 2020